Die Karawane zieht weiter – Der Eichenprozessionsspinner kommt in Nordhorn an
Seit ungefähr zehn Jahren breitet er sich deutschlandweit aus: Der Eichenprozessionsspinner. Dieser an sich völlig harmlose, kleine graue Schmetterling wäre allerdings nicht weiter besorgniserregend, wären da nicht seine Jugendstadien:
Raupen in Kolonne
Die Härchen können auch leicht vom Wind verweht und eingeatmet werden, die Raupen und die Kokons, in denen sie sich für die nächste Häutung zumeist am Baumstamm einspinnen, sollten also nicht berührt werden. Auch nach der Häutung bleiben die Haare in den Kokons zurück.
Neben massiven Fraßschäden an den befallenen Bäumen – meistens Eichen – sorgen die Raupen des Eichenprozessionsspinners also für eine Gesundheitsgefährdung auch beim Menschen. Die Stadt Nordhorn bekämpft deshalb die nun auch im Stadtgebiet häufiger auftretenden Raupenkarawanen und Nester mit dem Einsatz von Insektiziden, die die Raupen abtöten.
In Nordhorn wandert der Befall momentan von Südosten her in das Stadtgebiet ein. Fundstellen sind bisher u. a. in der Blanke, am Heseper Weg/Osttangente und am Ems-Vechte-Kanal, Wasserstraße. Das Vorkommen bzw. die Anzahl der Individuen hält sich bisher allerdings noch in Grenzen.
Die Mitarbeiter des Fachbereichs Öffentliche Flächen werden ab dem 11. Juni verstärkte Baumkontrollen im Stadtgebiet machen und vorhandene Raupen und Kokons bekämpfen. Vorrangig unter Kontrolle sind hierbei Schulhöfe und Kindergärten bzw. deren Umfeld.
Die Stadt Nordhorn rät den Bürgerinnen und Bürgern dringend, Raupen und Nester nicht zu berühren und dies auch unbedingt den Kindern zu vermitteln. Grundstückseigentümern mit Eichenbeständen empfiehlt die Stadt eine Kontrolle auf den Eichenprozessionsspinner und gegebenenfalls die Hinzuziehung eines Fachbetriebs aus der Schädlingsbekämpfung, da die Stadt Nordhorn auf privaten Flächen nicht tätig werden kann.
Auskünfte zum Eichenprozessionsspinner gibt es beim Grünplanungs- und Umweltamt unter der Rufnr. 878-433 oder 878-194 und beim Fachbereich Öffentliche Flächen unter 878-740. Hier werden auch Befallsmeldungen entgegengenommen.
Einzelne Raupe
Kokon mit eingesponnenen Raupen an einer Eiche
