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Namensänderung, öffentlich-rechtlich

Allgemeine Informationen

Das deutsche Namensrecht ist durch die Vorschriften des Bürgerlichen Gesetzesbuches (BGB) abschließend geregelt (z. B. Name bei Eheschließung, Wiederannahme Geburtsname nach Auflösung der Ehe, Geburtsname von Kindern). Außerhalb dieser Regelungen darf ein Familienname/Vorname nur geändert werden, wenn ein wichtiger Grund die Änderung rechtfertigt (Gesetz über die Änderung von Familiennamen und Vornamen à NamÄndG). Hierfür bedarf es der Antragstellung.

Die öffentlich-rechtliche Namensänderung hat Ausnahmecharakter und dient dazu, Unzuträglichkeiten im Einzelfall für den Namensinhaber zu beseitigen (zum Beispiel: anstößig oder lächerlich klingende Namen oder schwer schreibare Namen).

Einen Antrag können stellen

  • Deutsche im Sinne des Grundgesetzes
  • Staatenlose
  • Heimatlose Ausländer
  • Ausländische Flüchtlinge oder Asylberechtigte

Es ist zu beachten, dass sich die Zuständigkeit nach dem Wohnsitz des Antragstellers/der Antragstellerin richtet.

Erforderliche Unterlagen

  • Antrag mit Darlegung eines wichtigen Grundes
  • Gültiger amtlicher Personalausweis
  • Aktuelle Personenstandsurkunden (Geburtsurkunde, Eheurkunde oder beglaubigte Abschrift aus dem Familienbuch)
  • Führungszeugnis (für Personen ab dem 14. Lebensjahr)
  • ärztliches Attest über die seelische Belastung der Namensführung
  • hierbei ist entscheidend, ob bei unvoreingenommener Betrachtungsweise die vorangetragenen Gründe so wesentlich sind, dass die Belange der Allgemeinheit, die regelmäßig die Beibehaltung des Namens fordern, zurücktreten müssen

Im Einzelfall können noch weitere Unterlagen erforderlich sein. Bitte informieren Sie sich bei der zuständigen Sachbearbeiterin.

Gebühren

Die Gebühren richten sich nach dem entstehenden Verwaltungsaufwand:

Änderung des Familiennamens: 2,50 bis 1.022 €

Änderung des Vornamens: 2,50 bis 255 €

In jedem Fall wird ein angemessener Kostenvorschuss verlangt.

Bei Ablehnung des Antrages oder Antragsrücknahme beträgt die Gebühr 1/10 bis 1/2 der Gebühr, die nach erfolgreicher Änderung des Namens zu zahlen gewesen wäre.