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Allgemeines zur Dorfentwicklung
Das niedersächsische Dorfentwicklungsprogramm (Früher Dorferneuerungsprogramm) ist ein umfassendes Instrument zur Entwicklung der Dörfer mit einem ganzheitlichen und interdisziplinären Planungs- und Förderansatz. Mit der Dorfentwicklung werden mehrere Ziele angestrebt:
- Planung für Dörfer als allgemein verständliche Entscheidungshilfe
- Erarbeitung eines örtlichen Leitbildes bzw. einer „lokalen Agenda 21“
- Erhaltung des dörflichen Charakters
- Verbesserung des dörflichen Umfeldes
- Stärkung des innerörtlichen Gemeinschaftslebens
- Sicherung von Arbeitsplätzen
- Maßnahmen für die landwirtschaftlichen Betriebe
- Verbesserung der Erschließung
- Maßnahmen zur Abwehr von Hochwassergefahren und zur Sanierung innerörtlicher Gewässer
- Herstellung grünordnerischer Anlagen und dorfökologischer Maßnahmen
- Förderung außerlandwirtschaftlicher Einkommensalternativen
- Anstoß für Entwicklungs- und Investitionsvorhaben
- Fachkundige Betreuung
Seit der Umbenennung von "Dorferneuerung" in "Dorfentwicklung" stehen im Rahmen des Programms nicht mehr Einzeldörfer, sondern Dorfregionen aus mindestens drei Orten im Fokus. Die Erfahrungen zeigen, dass überörtliche bzw. regionale Ansätze mittel- und langfristig zu deutlich erfolgreicheren Projekten und Initiativen führen. Außerdem steht in der Dorfentwicklung die strategische Entwicklungsperspektive und Abstimmung der Dorfregionen stärker im Fokus.
Diese perspektivische Planung beginnt mit der Identifikation der Einwohnerinnen und Einwohner mit ihrem Dorf und der Stärkung der Eigenverantwortlichkeit bei der Gestaltung ihres sozialen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Lebensraums. Gemeinsam mit ihnen werden deshalb in Arbeitskreisen auf Ortsteilebene Leitbilder, Ziele und Handlungsfelder entwickelt, die immer wieder regional gespiegelt und abschließend auf übergeordneter Ebene in ein Gesamtkonzept einfließen – den Dorfentwicklungsplan.
Der Dorfentwicklungsplan ist eine Art „Regiebuch“ für die Zukunftsfähigkeit der Dorfregion, ein Handlungspapier mit konkreten Ideen und Projekten – aber vor allem strategischen Entwicklungszielen. Die Förderung investiver Maßnahmen ist nach wie vor möglich, erfolgt jetzt aber unter einem „strategischen Dach“. Und: Auch in der achtjährigen Umsetzungsphase können neue Projekte initiiert werden, die im Rahmen der Dorfentwicklungsplan-Erstellung noch nicht eingebracht wurden. Dorfgemeinschaften können so viel flexibler auf neue Herausforderungen bzw. sich verändernde Gegebenheiten reagieren.
Dieses Vorhaben investiert in die nachhaltige Entwicklung und Attraktivität von Dörfern in ländlichen Regionen als Wohn-, Wirtschafts-, Erholungs-, Sozial- und Kulturraum. Ziel ist die Verbesserung der Lebensverhältnisse der ländlichen Bevölkerung.

