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Kinder- und Jugendbeteiligung
Die Beteiligung und Mitbestimmung von Kindern und Jugendlichen spielt in Nordhorn eine wichtige Rolle.
So werden sie in der Stadt Nordhorn z. B. an politischen Planungen und Entscheidungen beteiligt, um ihre Bedürfnisse äußern und ihre Wünsche in die Stadtentwicklung einbringen zu können.
Um dies zu gewährleisten, entschied sich der Rat der Stadt Nordhorn auf Vorschlag des Jugendhilfeausschusses im Jahr 2003 für ein einheitliches und umfassendes Konzept.
Dazu wurden Grundsätze zur Entwicklung des Verfahrens gemäß § 36 NKomVG (ehem. § 22e der Niedersächsischen Gemeindeordnung (NGO) zur "Beteiligung von Kinder und Jugendlichen" beschlossen. Diese Handlungsmaximen bilden bis heute die Grundlage der Beteiligungsarbeit in Nordhorn.
Darauf aufbauend und in Anlehnung an das Leitbild der Stadt Nordhorn wurde 2005 ein kooperatives Leitbild erstellt, das nach wie vor ein wichtiger Bestandteil der Kinder- und Jugendbeteiligung in der Stadt Nordhorn ist.
Die praktische Umsetzung der Kinder- und Jugendbeteiligung erfolgte seit 2004 regelmäßig in Form von stadtteilorientierten Jugendforen sowie seit 2006 zusätzlich durch ein zentrales Jugendforum, in dem Jugendliche aus allen Nordhorner Stadtteilen vertreten waren.
Begleitet und unterstützt durch eine pädagogische Fachkraft der Abteilung Jugendarbeit setzten sich die Jugendlichen z. B. für die Schaffung von Jugendplätzen, für die (bauliche) Mitgestaltung der Stadtteile oder für die Durchführung von Aktionen, Freizeiten und Festen für Kinder und Jugendliche in Nordhorn ein.
Für diese Art der Kinder- und Jugendbeteiligung wurde die Stadt Nordhorn 2007 mit dem Deutschen Kinderpreis ausgezeichnet.
Insbesondere die Entwicklung zur Ganztagsschule, aber auch der zunehmende Einsatz bzw. die Nutzung von Medien verändern jedoch seit Jahren das Freizeitverhalten von Kindern und Jugendlichen. Oftmals bleiben weniger zeitliche Spielräume für die gemeinsame Freizeit außerhalb der Schule oder für feste Termine neben Sport oder anderen Hobbies.
Im Sommer 2018 wurde deshalb das Konzept durch Beschluss der politischen Gremien verändert.
Statt der bisherigen Jugendforen hat es sich bewährt, die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen zunehmend dort anzubieten, wo sie sich vorrangig aufhalten.
Hierzu gehört u. a. die verstärkte Zusammenarbeit mit den Nordhorner Schüler*innen-Vertretungen und dem Stadtschüler*innenrat. In Form von Projekttagen oder Arbeitsgemeinschaften werden beispielsweise Schulhöfe neu gestaltet, Veranstaltungen und Feste organisiert oder Fortbildungen für Schüler*innen rund um das Thema Mitbestimmung angeboten.
Darüber hinaus wurden und werden die Kinder und Jugendlichen in den Einrichtungen der Abteilung Jugendarbeit an Entscheidungsprozessen beteiligt. Sowohl bei der Programmplanung als auch bei Fragen zur Gestaltung der Häuser können die Besucher*innen mitreden und mitmachen. So gibt es beispielsweise Theken-AGs in den Jugendhäusern, die sich um Snacks und Getränke während der Öffnungszeiten kümmern. Ehrenamtlich engagierte Jugendliche und junge Erwachsene planen außerdem zusammen mit den hauptamtlichen Mitarbeiter*innen besondere Aktionen im offenen Treff und in den Stadtteilen, Ausflüge oder Ferienpassangebote.
Zusätzlich bieten Veranstaltungen wie z. B. das Weltkindertagsfest oder die Kinderstadt NOHhausen Kindern und Jugendlichen in Nordhorn die Gelegenheit, sich spielerisch mit ihren Rechten sowie mit den Themen Demokratie und Mitbestimmung auseinanderzusetzen.