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Gedenkkultur in Nordhorn
Der Schwarze Garten ist die zentrale Gedenkstätte für die Kriegsgefallenen sowie die rassisch und politisch Verfolgten der Stadt Nordhorn an der Stelle, die zuvor „Mahnmal am Langemarckplatz“ hieß. Die Anlage befindet sich in der Stadtmitte Nordhorns im Bereich Völlinkhoff zwischen Vechtestraße und van-Delden-Straße. Der heutige Garten, welcher gleichzeitig ein Objekt der Kunst- und Kulturroute „kunstwegen“ darstellt, wurde 1992 bis 1995 von der US-amerikanischen Künstlerin Jenny Holzer neu gestaltet. Das insgesamt 3447 Quadratmeter umfassende Areal, bestehend aus der Gedenkstätte, diversen Namen- und Erinnerungstafeln, Beeten, Gehwegen und Bänken aus Bentheimer Sandstein, steht unter Denkmalschutz. Auf den Gedenktafeln sind nicht alle Namen der aus dem jetzigen Stadtgebiet von Nordhorn stammenden Bürger erwähnt. Das liegt daran, dass einige Ortschaften erst 1929 beziehungsweise 1974 nach Nordhorn eingemeindet wurden und bis dahin eigene Gedenkstätten errichtet hatten. Die Angaben beinhalten Name, Geburtsort, Todestag und Sterbeort. Die Gedenkstätte ist den jüdischen Mitbürgern und denjenigen Personen gewidmet, die in der Zeit des Nationalsozialismus wegen ihrer politischen Überzeugung verfolgt oder verschleppt wurden und umgekommen sind.
Der ehemalige jüdische Friedhof in Nordhorn wurde im 17. Jahrhundert an der Bentheimer Straße auf Höhe der heutigen Bushaltestelle „Am Sportpark“ angelegt. Genutzt wurde er bis 1864 und bestand noch bis in die Zeit des Nationalsozialismus. 1937 wurde auf dem Gelände eine Tankstelle errichtet, heute steht dort ein Haus. Der 1864 neu errichtete, jüdische Friedhof auf der gegenüberliegenden Seite, wurde bis 1937 und 1945 belegt. In der NS Zeit ist es dort zu schweren Zerstörungen gekommen, sodass jetzt nur noch 36 Grabsteine an die 62 Gräber an die jüdischen Mitbürger der Kreisstadt erinnern. 2012 erhielt der Friedhof eine neu gestaltete Toranlage. Angelehnt an zeitgenössische Gestaltungen anderer jüdischer Friedhöfe wurden Sandsteinstelen errichtet, die zwei eiserne Torflügel mit sieben goldenen Davidsternen halten.
Am Platz der alten Synagoge weist ein Gedenkstein auf die im Jahr 1938 zerstörte Synagoge der jüdischen Gemeinde Nordhorns hin. Der an dieser Stelle platzierte Stein wurde 1968 vom Nordhorner Stadtjugendring aufgestellt, wurde jedoch gestohlen und war einige Jahre verschollen. Nach dessen Auffinden wurde er erneut aufgestellt.
Gedenkstein an der Augustinuskirche
Seit 1977 erinnert der Gedenkstein in der Burgstraße neben der Brücke an die im Jahr 1938 zerstörte Synagoge und die zerstörte Gemeinde „den lebenden zur Mahnung".
Denkmal auf dem ehemligen NINO Gelände an der Prollstraße
1928 wurde für die gefallenen Werksangehörigen des Textilunternehmens Niehues & Dütting ein Ehrenmal erreichtet. Das Ehrenmal befindet sich an der Außenseite des alten Verwaltungsgebäudes von Niehues & Dütting in der Prollstraße in Nordhorn, später NINO AG. Auf dem Ehrenmal sind die Namen der Gefallenen des Ersten Weltkriegs aufgelistet.
Das Kriegerdenkmal Heseper Weg wurde 1928/29 von der bis 1929 bestehenden Gemeinde Altendorf für ihre Gefallenen der beiden Weltkriege errichtet. Es steht unter Denkmalschutz. Ein auf zehn Pfeilern ruhendes Rondell und die sternförmige Pflasterung schaffen einen idealen Raum. Die Gedenkstätte ist immer geöffnet und für jeden zugänglich. In der Mitte befindet sich ein Quader mit den Namen der 91 Gefallenen des 1. Weltkrieges. An zwei Pfeilern sind nachträglich schwarze Granitplatten mit den Namen der Gefallenen des Schützenvereins Altendorf des Zweiten Weltkrieges angebracht.
Die im Volksmund „Franzosenfriedhof“ genannte Gedenkstätte am Kloster Frenswegen ist das älteste Kriegerdenkmal Nordhorns. Die Anlage steht unter Denkmalschutz. Der Friedhof stammt von 1870/71, als bis zu 450 französische Kriegsgefangene im Kloster Frenswegen inhaftiert waren. Zunächst war jedes Grab mit eigenen Holzkreuzen versehen, die mit der Zeit allerdings vermoderten. In den 1960er Jahren übernahm die Stadt Nordhorn die Instandhaltung und gestaltete die Gedenkstätte neu. Die Holzkreuze wurden entfernt und eine dichte Hecke gepflanzt. Das in der Mitte der kleinen Anlage auf einem Sandsteinsockel errichtete Steinkreuz blieb jedoch erhalten. Der viereckige Sockel trägt an den Seitenflächen die Namen der Verstorbenen.
1953 wurde der Gedenkstein für die Opfer des Zweiten Weltkrieges von der damaligen selbständigen Gemeinde enthüllt. Der Gedenkstein besteht aus einem aus Klinker aufgemauertem Sockel und trägt eine Platte aus Sandstein. Auf dieser Platte ist ein Stahlhelm abgebildet. Auf der Seitenfläche des Gedenksteines ist eine Sandsteinplatte angebracht. Die Namen der Toten sind auf dem Gedenkstein nicht festgehalten. Aus Klausheide sind acht Tote, elf Vermisste und zwei an Kriegsfolgen verstorbene Personen zu beklagen. Der Gedenkstein befindet sich in der Flugplatzstraße/Ecke Ernst-Henkel-Straße in Nordhorn-Klausheide.
Die Gedenkstätte wurde 1929 von der damaligen selbständigen Gemeinde Hesepe für die Toten des 1. und 2. Weltkriegs errichtet. Das Denkmal ist ein aus Ziegelstein turmartig erstellter Mauerblock mit einer quadratischen Grundfläche. 1954 wurden nachträglich die Namen der Gefallenen aus dem 2. Weltkrieg hinzugefügt. Es befindet sich in der Dorfstraße auf Höhe der heutigen Bushaltestelle „Hesepe Denkmal“.
1934 wurde das Kriegerdenkmal von den damaligen selbständigen Gemeinden Brandlecht und Hestrup eröffnet. Das Denkmal besteht aus einem Würfelblock aus Bentheimer Sandstein. Auf der Abdeckplatte ist das Symbol eines Eisernen Kreuzes angebracht. An den Seitenwänden sind die Namen der Gefallenen und Vermissten festgehalten, separat je einzelne Gemeinde. Die Namen der Gefallenen aus dem Zweiten Weltkrieg wurden in den 1950er Jahren nachträglich ergänzt. Das Denkmal befindet sich hinter der evangelisch reformierten Kirche in Brandlecht.
Kriegerdenkmal Bookholt 1. Weltkrieg
Am 18.12.1927 wurde das Ehrenmal in der damals selbständigen Gemeinde enthüllt. Es besteht aus einem sechseckigen Block aus Ibbenbürener Sandstein, der aus 46 Teilen zusammengesetzt. Auf dem Block sind die Namen der 71 Gefallenen des 1. Weltkrieges der damaligen Gemeinde Bookholt abgebildet. Darunter befinden sich auch vier vermisste und vier an den Kriegsfolgen Verstorbene. Das Denkmal befindet sich an der Kreuzung Veldhauser Straße/Ecke Pestalozzistraße in Nordhorn-Bookholt.
Kriegerdenkmal Bookholt 2. Weltkrieg
Das Denkmal wurde 1960 von der damaligen selbständigen Gemeinde Bookholt enthüllt. Es besteht aus einer 2,50 Meter hohen Steele aus Ibbenbürener Sandstein und ist aus 46 Teilen zusammengesetzt. Es befindet sich in der Berglandstraße/Ecke Birkhahnweg in Nordhorn-Bookholt. Auf dem Stein sind die Namen der Gefallenen des Zweiten Weltkrieges aus der Gemeinde Bookholt verewigt.
Die Gedenkstätte für die Opfer der beiden Weltkriege wurde 1958 geschaffen. In der Mitte von vier halbrund aufgestellten Sandstein-Stellen mit dem Namen der Gefallenen steht ein Sandsteinquader mit Widmungen und Sinnsprüchen. Die Gedenkstätte steht an der Wietmarschener Straße/Ecke Döppersweg Nordhorn-Bakelde.










