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Neubau Feuerwache Nord
Die "Wache Nord" der freiwilligen Feuerwehr Nordhorn an der Wietmarscher Straße wird ab März 2026 abgerissen und anschließend durch einen Neubau ersetzt. So wird die öffentliche Sicherheit im nördlichen Stadtgebiet dauerhaft sichergestellt und die ehrenamtliche Arbeit der Feuerwehrleute bestmöglich unterstützt.
Der Zeitplan
Die Vorbereitungen am Übergangsstandort am Boerweg laufen bereits.
Der Auszug / Umzug der Feuerwehr erfolgt am 14.02.2026.
Danach folgen vorbereitende Arbeiten für den Abriss des Bestandsgebäudes.
Der eigentliche Abriss ist ab Mitte März 2026 geplant.
Die Fertigstellung wird voraussichtlich im Sommer 2028 erfolgen.
Die Kosten und Fördermittel
Die Stadt Nordhorn rechnet mit Kosten in Höhe von rund 9 Millionen Euro.
Die Fördermittel des Landes Niedersachsen aus dem Pakt für Kommunalinvestitionen (KIP 3) in Höhe von rund 2,1 Millionen Euro werden für dieses Projekt eingesetzt.
Der Übergangsstandort
© Malte Hoegen/THW OV Nordhorn
Damit die Freiwillige Feuerwehr während des Projekts auch weiterhin im nördlichen Stadtgebiet einsatzfähig bleibt, wird ein provisorischer Übergangsstandort eingerichtet. Dazu stellt das Technische Hilfswerk (THW) freundlicherweise sein Gelände am Boerweg zur Verfügung. Das THW-Gelände ist nicht weit vom Standort Wietmarscher Straße entfernt.
Die Anlagen am Boerweg werden für die Unterbringung der Feuerwehr erweitert und optimiert. Einige technische Anlagen werden aus der Alten Feuerwache ausgebaut und am Boerweg eingebaut. Von den Verbesserungen wird das THW auch noch profitieren, wenn die Feuerwehr wieder an die Wietmarscher Straße umzieht.
Der Umzug der Feuerwehr an den Boerweg erfolgte am 14.02.2026.
Der Abriss
Der Abriss des Bestandsgebäudes ist für Mitte März 2026 vorgesehen. Abrissplanung und Bauleitung erfolgen durch die Dr. Schleicher+Partner IG mbH aus Gronau. Die Feuerwehrtechnische Zentrale des Landkreises Grafschaft Bentheim wird nicht abgerissen.
Vor Abriss des Bestandsgebäudes werden alle Materialien ausgebaut, die am Übergangsstandort am Boerweg noch verwendet werden können. Dazu zählen zum Beispiel die Abgasabsauganlage und weitere technische Komponenten. Das THW kann diese Dinge weiter nutzen, wenn die Feuerwehr den Übergangsstandort wieder verlässt.
Das massive Abbruchmaterial des Gebäudes soll vor Ort zu Schotter verarbeitet werden. Dieser kann dann als Unterbau für die neue Pflasterung der Außenanlagen verwendet werden.
Das neue Gebäude
Der Entwurf des neuen Gebäudes ist angelehnt an die vor wenigen Jahren fertiggestellte Wache Süd. Es wurden jedoch umfassende Anpassungen an den Standort und die Anforderungen der Freiwilligen Feuerwehr Wache Nord vorgenommen.
Raumangebot
Der geplante Neubau besteht aus zwei Bereichen: Zum einen wird es eine Fahrzeughalle mit insgesamt 9 Einstellplätzen für Einsatzfahrzeuge geben. Dazu gehören auch Nebenräume wie Lagerflächen, Werkstatt, Sanitärräume und Umkleiden.
Zum anderen wird ein Sozialtrakt entstehen. Er wird als Kopfbau vor den Fahrzeughallentrakt gesetzt. Darin werden sich Büros, Mannschaftsräume und WC-Anlagen befinden.
Die Mannschaftsräume werden als Multifunktionsräume ausgestaltet. Sie können auch für Schulungszwecke oder zur Einrichtung eines Krisenstabs genutzt werden.
Gebäudetechnik
Umkleiden und Sanitärbereiche, sowie die Multifunktionsräume werden mit einer modernen Be- und Entlüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung und Sensorsteuerung für optimale Luftqualität ausgestattet. Die Heizungsversorgung erfolgt über zwei Luft-Wasser-Wärmepumpen auf dem Dach mit Außentemperaturfühler und Raumtemperaturreglern.
Die Beleuchtung wird in zeitgemäßer LED-Technik ausgeführt. Bewegungsmelder sorgen zusätzlich für Energieeinsparung.
Bauweise
Die Fahrzeughalle wird in einem Stahlskelettbau umgesetzt. Der dahinterliegende Teil mit Nebenräumen, Werkstätten, Sanitäranlagen und Umkleiden wird, wie der zweigeschossige Kopfbau des Sozialtraktes, in Massivbauweise ausgeführt.
Der Kopfbau erhält eine Verblendmauerwerk-Fassade während die Fahrzeughalle mit Nebenräumen mit einer Sandwichpanelfassade verkleidet wird.
Beide Bereiche erhalten ein Flachdach. Dieses wird als extensives Gründach bepflanzt. Außerdem wird es mit einer 99kw PV-Anlage mit 32 kWh Energiespeicher und Überschusseinspeisung ausgestattet.
Der Außenbereich
Im Außenbereich wird es eine Alarmeinfahrt und -ausfahrt geben. Außerdem werden 56 Einstellplätze für PKWs entstehen.
Der Boden wird mit hellem, sickerfähigem Material gepflastert. Für den Unterbau wird dabei recyceltes Abbruchmaterial des alten Feuerwehrhauses verwendet. Aufgelockert werden die Außenflächen durch die Neupflanzung von 14 Laubbäumen mit Unterpflanzungen.
Die Lärmschutzwand
Für das Projekt wurde ein Lärmschutzgutachten erstellt. Das Gutachten hat ergeben, dass zur nördlichen Nachbarbebauung eine Lärmschutzwand zu errichten ist. Im Alarmfall wird somit die Lärmbelastung für die Anliegerinnen und Anlieger deutlich reduziert.
Die Lärmschutzwand wird eine Höhe von rund 3,50 Metern haben und eine Länge von 51 Metern. Sie wird mit Pflanzen begrünt.
Die beteiligten Unternehmen
Wir freuen uns, dass das Projekt vollständig mit Unternehmen aus der Region umgesetzt werden kann:
- Vorentwurf: Stadt Nordhorn, Hochbauamt
- Abrissplanung und Bauleitung: Dr. Schleicher + Partner Ingenieurgesellschaft mbH, Gronau
- Weiterführende Planung und Bauleitung: RADKE Architekten, Sögel
- TGA-Planung und Bauleitung: Ing. Eversmann, Meppen
- Freianlagenplanung und Bauleitung: SAL Landschaftsarchitektur GmbH, Gronau






