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Kommunale Wärmeplanung
Kommunale Wärmeplanung der Stadt Nordhorn
Sowohl das Land Niedersachsen als auch der Landkreis Grafschaft Bentheim möchten als Vorreiter die Klimaneutralität schon bis 2040 erreichen. Da der Wärmesektor einen erheblichen Anteil an den CO2-Emissionen ausmacht, sind Mittelzentren wie Nordhorn verpflichtet, spätestens bis zum 31.12.2026 einen kommunalen Wärmeplan zu erstellen.
Eine Wärmeplanung ermittelt den vor Ort besten und kosteneffizientesten Weg zu einer klimafreundlichen und fortschrittlichen Wärmeversorgung. Die Stadt Nordhorn möchte Bürgerinnen und Bürgern mit einem möglichst frühzeitig erstellten kommunalen Wärmeplan Planungssicherheit bieten und eine zügige Umstellung auf zukunftsfähige Heiztechniken ermöglichen.
Der kommunale Wärmeplan der Stadt Nordhorn wurde am 12.03.2026 beschlossen. Damit liegt erstmals ein strategisches Konzept für die zukünftige klimaneutrale Wärmeversorgung im Stadtgebiet
vor. Die Umsetzung erfolgt schrittweise auf Grundlage weiterer Untersuchungen und politischer Beschlüsse.
Erstellung der kommunalen Wärmeplanung
Die kommunale Wärmeplanung wurde im Zeitraum 2024 bis 2026 erarbeitet und im März 2026 beschlossen.
Bei der Erstellung der kommunalen Wärmeplanung wurde ermittelt, welche Gebiete in welcher Weise mit Wärme versorgt werden sollten und wie erneuerbare Energien sowie vorhandene Abwärme genutzt werden können. Hierfür wurden eine Bestandsanalyse und eine Potenzialanalyse erstellt, aus denen schließlich Zielszenarien abgeleitet wurden.
Die Stadt Nordhorn war aktiv in die Erstellung der kommunalen Wärmeplanung eingestiegen und hatte das Ziel, diese frühzeitig abzuschließen. Bei der Erarbeitung des Wärmekonzeptes wurde die Stadt Nordhorn durch das Planungsbüro Innovation City Management GmbH (www.icm.de) begleitet.
Projektüberblick
Bestandsanalyse
Die Bestandsanalyse umfasste die Ermittlung der Wärmebedarfe und -verbräuche der Stadt. Dies beinhaltete die Identifizierung der Gebäudetypen, Baualtersklassen sowie der bestehenden Versorgungsstruktur, einschließlich Wärme- und Gasnetzen, Heizzentralen und Speichern. Auch die Beheizungsstruktur von Wohn- und Nichtwohngebäuden wurde erfasst.
Potenzialanalyse
In der Potenzialanalyse wurden die verfügbaren Potenziale für erneuerbare Energien und Abwärme untersucht. Zusätzlich wurden die Einsparmöglichkeiten für Raumwärme, Warmwasser und Prozesswärme in verschiedenen Sektoren (Haushalte, Dienstleistung, Gewerbe und Handwerk, Industrie sowie öffentliche Liegenschaften) ermittelt. Auch die Möglichkeiten zur Nutzung von Erdwärme wurden geprüft.
Maßnahmen- und Szenariengebiete
Unter Berücksichtigung der Bestands- und Potenzialanalyse wurde ein Zielszenario entwickelt, bei dem der Wärmebedarf bis zum Zieljahr weitgehend durch erneuerbare Energien gedeckt werden sollte. In der Wärmestrategie wurde ein Transformationspfad für dieses Zielszenario aufgezeigt. Dafür wurde ein Maßnahmenkatalog mit Umsetzungsprioritäten und einem Zeitplan für die folgenden Jahre erarbeitet. Dieser Katalog stellte die erforderlichen Maßnahmen zur Energieeinsparung sowie den geplanten Aufbau der zukünftigen Gas- und Wärmenetzstruktur mit räumlicher Einordnung dar.
Maßnahmenübersicht
Maßnahme 1 - Innenstadt
Die Innenstadt der Stadt Nordhorn ist ein dicht bebautes Gebiet mit überwiegend Wohn- und Geschäftsnutzung. Aktuell erfolgt die Wärmeversorgung nahezu vollständig über Erdgas.
Die Maßnahme untersucht den Aufbau eines zentralen Wärmenetzes, das perspektivisch eine klimafreundliche Versorgung ermöglicht.
Ziel der Maßnahme
Ziel ist der schrittweise Aufbau eines Wärmenetzes, das:
- eine klimaneutrale Wärmeversorgung unterstützt
- den Gasverbrauch deutlich reduziert
- langfristig eine stabile und planbare Wärmeversorgung ermöglicht
Ausgangssituation
- 169 Gebäude auf ca. 8,7 ha
- sehr hohe Wärmedichte (gute Voraussetzung für Wärmenetze)
- fast vollständige Versorgung mit Gas
- gemischte Gebäudestruktur (teilweise ältere und denkmalgeschützte Gebäude)
Ø Die hohe Bebauungsdichte macht das Gebiet besonders geeignet für ein gemeinsames Wärmenetz.
Technisches Konzept
Vertiefter untersucht wird ein Wärmenetz mit zentraler Energieversorgung.
- Wärmequelle: Flusswasser der Vechte
- Technologie: Wasser-Wasser-Wärmepumpen
- Netztemperatur: klassisches Niveau (ca. 70–80 °C)
- Versorgung über Hausübergabestationen
Ø Die Wärme wird der Vechte entzogen, über Wärmepumpen auf ein nutzbares Temperaturniveau gebracht und über Leitungen an die Gebäude verteilt.
Zentrale Kennzahlen (vereinfacht)
- mögliche Anschlussquote: ca. 60 % der Gebäude
- benötigte Erzeugerleistung: ca. 2,3 MW
- jährliche CO₂-Einsparung: rund 800 Tonnen
Zeitliche Perspektive
Die Umsetzung erfolgt in mehreren Schritten:
- Machbarkeitsstudie (ca. 1-2 Jahre)
- Detailplanung und Förderanträge
- Bau und Inbetriebnahme
Ø Voraussetzung: ausreichend viele Anschlussnehmer
Bedeutung für Bürgerinnen und Bürger
- Möglichkeit zum Anschluss an ein zentrales Wärmenetz
- perspektivisch unabhängiger von fossilen Energien
- Investitionsentscheidungen (z.B. Heizungstausch) können sich daran orientieren
Ø Ein Anschluss ist freiwillig.
Wirtschaftliche Einordnung
- hohe Anfangsinvestitionen (Netz, Technik, Infrastruktur)
- staatliche Förderung möglich (z. B. für Planung und Umsetzung)
- Kosten hängen stark von Beteiligung und Rahmenbedingungen ab
Voraussetzungen und Herausforderungen
- ausreichend hohe Anschlussquote notwendig
- bauliche Herausforderungen in der Innenstadt
- Genehmigung für Nutzung der Abwärme der Vechte erforderlich
- Klärung von Betreiber und Finanzierung
Nächste Schritte
- Durchführung einer Machbarkeitsstudie
- Prüfung technischer und rechtlicher Fragen
- Ansprache potenzieller Anschlussnehmer
Maßnahme 2 - Am Strampel
Das Gebiet „Am Strampel“ ist überwiegend durch Mehrfamilienhäuser geprägt, die größtenteils einem zentralen Eigentümer, der GEWO, gehören. Die Wärmeversorgung erfolgt aktuell fast vollständig über Erdgas.
Die Maßnahme untersucht den Aufbau eines Wärmenetzes für das gesamte Quartier.
Ziel der Maßnahme
- Aufbau eines klimafreundlichen Wärmenetzes
- vollständige Umstellung der Wärmeversorgung im Quartier
- Nutzung von Synergien durch einheitliche Eigentümerstruktur
Ausgangssituation
- hoher Anteil an Mehrfamilienhäusern (ca. 85 %)
- überwiegend Baujahre der 1950er Jahre (teilweise saniert)
- sehr gute Voraussetzungen für ein Wärmenetz (hohe Wärmedichte)
- aktuell nahezu vollständige Versorgung mittels Gas
Ø Besonderheit: Durch die einheitliche Eigentümerstruktur ist eine sehr hohe Anschlussquote (bis zu 100 %) möglich.
Technisches Konzept
- Wärmenetz mit zentraler Energieversorgung
- Einsatz von Luft-Wasser-Wärmepumpen
- Ergänzung durch einen zentralen Wärmespeicher
- Potenzial zur Kombination mit Photovoltaik auf den Gebäuden
Ø Die Wärme wird aus der Umgebungsluft gewonnen und über ein Netz an alle Gebäude verteilt.
Zentrale Kennzahlen (vereinfacht)
- Anschlussquote: bis zu 100 %
- benötigte Leistung: ca. 2,3 MW
- CO₂-Einsparung: rund 590 Tonnen pro Jahr
Zeitliche Perspektive
- vergleichsweise schnelle Umsetzung möglich, da:
- wenige Beteiligte
- keine aufwendigen Genehmigungsverfahren für Wärmequellen
Bedeutung für Bürgerinnen und Bürger
- Umstellung von Einzelheizungen auf zentrale Versorgung
- langfristig klimafreundlichere Wärmeversorgung
- insbesondere relevant für Mieterinnen und Mieter
Wirtschaftliche Einordnung
- Förderung für Planung und Umsetzung möglich
- geringere Komplexität als bei innerstädtischen Projekten
- Kosten abhängig von Umsetzung und Betriebsmodell
Voraussetzungen und Herausforderungen
- Umstellung von bestehenden Etagenheizungen notwendig
- bauliche Anpassungen innerhalb der Gebäude erforderlich
- Umsetzung sollte außerhalb der Heizperiode erfolgen
Nächste Schritte
- Abstimmung mit GEWO
- Vorbereitung einer Projektskizze
Maßnahme 3 - Schulzentrum
Im Bereich des Schulzentrums werden mehrere öffentliche Gebäude gemeinsam betrachtet. Ziel ist eine klimafreundliche Versorgung über ein kleines, lokales Wärmenetz.
Ziel der Maßnahme
- klimaneutrale Versorgung öffentlicher Gebäude
- Nutzung vorhandener lokaler Energiepotenziale
- Vorbildfunktion der öffentlichen Hand
Ausgangssituation
- ausschließlich öffentliche Gebäude
- kompakte Lage
- gleichmäßiger Wärmebedarf (z. B. durch Schulbetrieb)
Ø Planung und Umsetzung sind einfacher, da wenige Akteure beteiligt sind.
Technisches Konzept
- Nutzung von Abwasserwärme aus nahegelegenen Kanälen
- Kombination mit:
- Wärmepumpen
- Wärmespeicher
- bestehender Heiztechnik (Spitzenlast)
Ø Die im Abwasser enthaltene Wärme wird genutzt, um Gebäude effizient zu beheizen.
Zentrale Kennzahlen
- Benötigte Erzeugerleistung: ca. 1,2–1,3 MW
- CO₂-Einsparung: rund 380–400 Tonnen pro Jahr
Zeitliche Perspektive
- vergleichsweise schnell umsetzbar, da:
- keine Machbarkeitsstudie im klassischen Sinne erforderlich
- direkte Umsetzung über Förderprogramme möglich
Bedeutung für Bürgerinnen und Bürger
- indirekter Nutzen durch klimafreundliche öffentliche Infrastruktur
- Signalwirkung für weitere Projekte
Wirtschaftliche Einordnung
- Förderung über Programme für Gebäude und kommunale Infrastruktur
- geringere Projektgröße und überschaubare Investition
Voraussetzungen und Herausforderungen
- ausreichende Wärmeverfügbarkeit im Abwasser (insbesondere im Winter)
- Abstimmung mit Kanalbetrieb und Klärwerk
- technische Integration in bestehende Infrastruktur
Nächste Schritte
- Detailprüfung des Abwasserpotenzials
- technische Planung
- Abstimmung mit beteiligten Einrichtungen
Maßnahme 4 - Umfeld Kläranlage
Im Umfeld der Kläranlage wird ein großflächiges Wärmenetz untersucht, das einen bedeutenden Teil der Stadt versorgen könnte.
Ziel der Maßnahme
- Aufbau eines großräumigen Wärmenetzes
- Nutzung von Abwärme aus der Kläranlage
- deutliche Reduktion von CO₂-Emissionen im Stadtgebiet
Ausgangssituation
- großes Versorgungsgebiet mit über 500 Gebäuden
- gemischte Nutzung (Wohnen, Verwaltung, öffentliche Gebäude)
- gute grundsätzliche Eignung für ein Wärmenetz
Technisches Konzept
- Nutzung der Abwärme aus dem Ablauf der Kläranlage
- Einsatz von Wasser-Wasser-Wärmepumpen
- Aufbau eines umfangreichen Wärmenetzes
Ø Die in der Kläranlage vorhandene Wärme wird genutzt und über ein Leitungsnetz in die Stadt verteilt.
Zentrale Kennzahlen
- Wärmeversorgung für ca. 60 % der Gebäude
- CO₂-Einsparung: rund 2.400 Tonnen pro Jahr
- großes Netz mit mehreren Kilometern Länge
Zeitliche Perspektive
- langfristiges Projekt mit mehreren Umsetzungsphasen
- hohe Planungs- und Abstimmungsanforderungen
Bedeutung für Bürgerinnen und Bürger
- potenziell großer Beitrag zur klimafreundlichen Wärmeversorgung
- Möglichkeit zum Anschluss an ein zentrales Wärmenetz
Wirtschaftliche Einordnung
- hohe Investitionskosten
- umfangreiche Fördermöglichkeiten
- Wirtschaftlichkeit stark abhängig von Anschlussquote
Voraussetzungen und Herausforderungen
- Sicherstellung ausreichender Anschlusszahlen
- technische und rechtliche Anforderungen bei Nutzung der Kläranlage
- komplexe Planung und Umsetzung
Nächste Schritte
- Durchführung einer Machbarkeitsstudie
- Klärung zur Betreiberstruktur
- Planung der Netzstruktur und Kundenakquise
Maßnahme 5 - Datenmanagement und urbaner digitaler Zwilling
Zur Unterstützung der Wärmeplanung soll ein digitales Abbild der Stadt aufgebaut werden, in dem alle relevanten Daten zusammengeführt werden.
Ziel der Maßnahme
- Aufbau einer zentralen und fortschreibbaren Datenbasis
- bessere Planungs- und Entscheidungsgrundlagen
- langfristige Unterstützung der Wärmewende
Ausgangssituation
- viele vorhandene Daten aus unterschiedlichen Quellen
- bislang keine einheitliche Struktur
- eingeschränkte Weiterverwendbarkeit
Technisches Konzept
- Aufbau eines urbanen digitalen Zwillings
- Zusammenführung von erhobenen und weiteren Daten
Ø Die Stadt wird digital abgebildet, um Entwicklungen besser planen und simulieren zu können.
Nutzen und Mehrwert
- fundierte Entscheidungsgrundlagen
- bessere Planung von Wärmenetzen
- Vermeidung doppelter Datenerhebungen
- Unterstützung von Politik und Verwaltung
Bedeutung für Bürgerinnen und Bürger
- indirekter Nutzen durch bessere Planung
- langfristig höhere Transparenz (z.B. über Kartenanwendungen)
Voraussetzungen und Herausforderungen
- Zusammenführung unterschiedlicher Datenquellen
- datenschutzkonforme Datenverarbeitung
- kontinuierliche Pflege und Aktualisierung
- organisatorische Verankerung in der Verwaltung
Nächste Schritte
- Aufbau der Datenstruktur
- Integration bestehender Daten gemäß DIN SPEC 91607
- Entwicklung von Analyse- und Visualisierungsmöglichkeiten
FAQ
Was bedeutet ein fertiger Wärmeplan rechtlich für Bürger:innen?
Ein beschlossener Wärmeplan führt zu keinen direkten Pflichten: Niemand muss eine bestimmte Heizung einbauen oder sich an ein Wärmenetz anschließen. Der Plan begründet keine einklagbaren Rechte oder Verpflichtungen. Auch die ausgewiesenen Gebiete – etwa „voraussichtliches Wärmenetzgebiet“ – verpflichten Eigentümer:innen nicht zur Nutzung dieser Versorgungsart. Der Wärmeplan schafft vor allem Transparenz, welche Optionen in welchen Gebieten künftig wahrscheinlich werden.
Welche „indirekten“ Folgen kann ein fertiger Wärmeplan trotzdem auslösen?
Der Wärmeplan bildet häufig die Grundlage für formelle Entscheidungen der Kommune, etwa die Ausweisung von Gebieten für den Neu- oder Ausbau von Wärmenetzen. Zudem erhalten potenzielle Betreiber Hinweise, wo sich ein Wärmenetz wirtschaftlich lohnen könnte und prüfen daraufhin die konkrete Machbarkeit.
Warum wurde die kommunale Wärmeplanung erstellt?
Die Wärmeplanung ist ein zentraler Baustein, um lokale Klimaziele zu erreichen und die Wärmeversorgung langfristig sicher, bezahlbar und klimafreundlich zu gestalten. Sie ermöglicht der Stadt, vorausschauend zu planen, statt nur auf kurzfristige Entwicklungen reagieren zu müssen.
Welche Bereiche der Stadt wurden untersucht?
Der Wärmeplan betrachtet Gebäude und Infrastruktur im gesamten Stadtgebiet. Für verschiedene Bereiche wurde analysiert, wie hoch der Wärmebedarf ist und welche klimafreundlichen Versorgungsoptionen sich eignen.
Welche Technologien spielen in der zukünftigen Wärmeversorgung eine Rolle?
Bewertet wurden unter anderem Wärmenetze, Wärmepumpen, Solarthermie, Geothermie, Biomasse und Abwärmenutzung. Welche Technologie wo sinnvoll ist, hängt von der lokalen Wärmedichte, dem Bedarf und den vorhandenen Potenzialen ab.
Was bedeutet der Wärmeplan für bestehende Heizungen?
Bestehende Heizungen können weiter betrieben werden. Der Wärmeplan dient lediglich als Orientierung, ob ein späterer Umstieg – etwa auf eine Wärmepumpe oder einen Wärmenetzanschluss – langfristig sinnvoll sein könnte.
Wie geht es nach dem Beschluss des Rates weiter?
Mit dem Ratsbeschluss beginnt die Umsetzungsphase: Potenzielle Betreiber und weitere Akteure prüfen die Machbarkeit der vorgeschlagenen Maßnahmen, die Stadt entwickelt konkrete Projekte, und Förderanträge können vorbereitet werden. Der Wärmeplan wird regelmäßig aktualisiert, um neue Technologien und Entwicklungen zu berücksichtigen.
Wie können Bürger:innen von der Wärmeplanung profitieren?
Der Wärmeplan schafft Planungssicherheit: Eigentümer:innen erfahren frühzeitig, welche Versorgungsoptionen in ihrem Quartier untersucht werden. Das erleichtert Investitionsentscheidungen und hilft, Fördermöglichkeiten gezielt zu nutzen.
Aktueller Stand und nächste Schritte
Der Abschlussbericht zur kommunalen Wärmeplanung wurde am 12.03.2026 durch den Rat der Stadt Nordhorn beschlossen.
Der Wärmeplan dient als strategische Grundlage für die langfristige Transformation der Wärmeversorgung mit dem Ziel der Klimaneutralität bis 2045. Er entfaltet keine unmittelbare Außenwirkung, sondern bildet die Basis für weitere Planungen und Entscheidungen.
Aktuell werden die erhobenen Daten final geprüft und für die Übermittlung an das Niedersächsische Umweltministerium aufbereitet.
Weitere Schritte:
- Potenzialabschätzung zur Nutzung von Abwasserwärme im Bereich des Schulzentrums
- Einrichtung einer WebGIS-Anwendung zur kartografischen Darstellung der Ergebnisse der kommunalen Wärmeplanung
- Vorbereitung/ Einreichung von Förderanträgen (BEW) durch die Nordhorner Versorgungsbetriebe (nvb GmbH) für zwei potenzielle Eignungsgebiete
- Projektierung der Maßnahme „Datenmanagement und urbaner digitaler Zwilling“
- Erstellung einer Energieeffizienzumfrage für verschiedene Zielgruppen
Weitere Informationen zur Wärmeplanung
Die folgenden Inhalte geben weiterführende Einblicke in zentrale Themen der Wärmeplanung und dokumentieren einzelne Schritte des bisherigen Projektverlaufs:
Informationsveranstaltung am 25.09.2024
Eine Informationsveranstaltung zur kommunalen Wärmeplanung in Nordhorn fand am 25. September 2024 in der Mensa der Ludwig-Povel-Oberschule statt. weiterlesen
Gebäudeenergiegesetz (GEG)
Regelungen im neuen Gebäudeenergiegesetz (GEG) - Orientierungshilfe: Was muss ich jetzt beachten? weiterlesen
Wärmenetze: Funktion, Herausforderungen und Chancen
Ein Wärmenetz ist ein System, das Wärme in Form von warmem Wasser von einer zentralen Energiequelle über ein gedämmtes Rohrleitungssystem zu mehreren Verbrauchern transportiert. weiterlesen




