Der Umbau der Denekamper Straße in Nordhorn ist abgeschlossen. Am Mittwoch, den 3. Dezember 2025 nahmen Bürgermeister Thomas Berling, Stadtbaurätin Milena Schauer sowie weitere Vertreterinnen und Vertreter der Verwaltung, Ratsmitglieder und Vertreter der beteiligten Baufirmen und Planungsbüros die symbolische Freigabe vor.
„Wir haben hier ein sehr gutes Ergebnis, der Verkehr fließt und die Situation hat sich für alle Verkehrsteilnehmenden verbessert, insbesondere für den Radverkehr“, fasste Bürgermeister Thomas Berling zusammen. Mit dem Umbau habe die Stadt Nordhorn die Gestaltung der Denekamper Straße endlich an die veränderten Verkehrsmengen angepasst und gleichzeitig in zukunftsorientierte Mobilität investiert. „Eine gute Infrastruktur für den Radverkehr erleichtert es, für Kurzstrecken auf das Rad umzusteigen. So bleibt mehr Verkehrsraum für diejenigen, die zwingend auf das Auto angewiesen sind“, so Berling weiter.
Erste Ideen für den Umbau waren bereits im Radverkehrskonzept der Stadt Nordhorn im Jahr 2017 skizziert worden. Im Jahr 2020 fanden die Bürgerbeteiligung und die politische Beratung statt. Im darauffolgenden Jahr wurde der Umbau beschlossen. Nachdem die Stadt die benötigten Fördermittel eingeworben und die Aufträge vergeben hatte, konnte die Maßnahme Anfang September 2024 starten.
Viele Veränderungen
Auffälligste Veränderung sind die Verengung der Denekamper Straße von bisher zwei auf nun nur noch eine Fahrspur für jede Richtung sowie die Schaffung von beidseitigen Radverkehrsstreifen auf der Hauptfahrbahn. Weil der Radverkehr Messungen zufolge immer weiter zunimmt, je näher man der Innenstadt kommt, nehmen auch die Sicherheitsmaßnahmen entsprechend zu: Hinter dem Südfriedhof startet die Radverkehrsführung mit einem beidseitigen geteilten Schutzstreifen. Alternativ kann hier stadteinwärts weiterhin der abgesetzte Radweg genutzt werden. Ab der Kreuzung Schlieperstraße/Hannoverstraße gibt es dann einen beidseitigen exklusiven Schutzstreifen für den Radverkehr mit durchgezogener Linie. Dieser ist zwischen den Kreuzungen Richterskamp / Kanalweg und Friedrich-Ebert-Straße zusätzlich als sogenannte „Protected Bike Lane“ mit flexiblen Pollern abgesichert.
Die Kreuzungsbereiche wurden ebenfalls überarbeitet. Sogenannte freie Rechtsabbieger wurden entfernt, um das Unfallrisiko zu reduzieren. Die Fußgängerampeln wurden erneuert. Die neue Ampelanlage an der Kreuzung Richterskamp / Kanalweg ist durch Kameras und KI-gestützte Software in der Lage, die Schaltzeiten individuell an die jeweils aktuelle Verkehrslage anzupassen. Außerdem erhält der Busverkehr automatisch Vorrang. Die Anlage muss in den kommenden Wochen noch unter realen Bedingungen feinjustiert werden.
Die Bushaltestellen Berufsschulzentrum, Hannoverstraße und Südfriedhof wurden jeweils auf beiden Straßenseiten erneuert und mit neuen Wartehäuschen ausgestattet. Im Rahmen der Maßnahme wurden außerdem die begleitenden Fußwege und Grünanlagen saniert. Die Anpflanzungen in den Beeten sollen demnächst erfolgen.
Stadtbaurätin Milena Schauer freute sich, dass die Maßnahme nach rund 16 Monaten zeitgerecht abgeschlossen werden konnte: „Wir haben zwar unseren Zeitpuffer von zwei Monaten aufgebraucht. Dafür haben wir mit einem zusätzlichen Abschnitt kurz vor dem Südfriedhof aber sogar mehr umgebaut, als wir uns ursprünglich vorgenommen hatten.“
